Welche Kosten verursacht ein überhitztes Lager?
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Im Sommer steigen die Temperaturen in vielen Industrie- und Logistikgebäuden regelmässig auf über 30 °C. Für viele Unternehmen gilt dies noch immer als saisonale Begleiterscheinung. Aus betrieblicher Sicht ist Hitze jedoch ein entscheidender Faktor, der die Effizienz nachhaltig beeinträchtigen kann.
Hier sind vier oft unterschätzte Faktoren, durch die Hitze Ihre Produktivität beeinträchtigt.
Vier versteckte Faktoren, die Ihre Produktivität beeinträchtigen
Bei der Dantherm Group arbeiten wir seit vielen Jahren mit Logistikunternehmen, Betriebsleitern und HSE-Verantwortlichen zusammen, die alle vor derselben Herausforderung stehen:
Hitze beeinträchtigt gleichzeitig Mitarbeitende, den Energieverbrauch und die Prozesssicherheit.
Internationale Studien bestätigen heute, was wir seit Langem aus der Praxis kennen: Hitze ist für Unternehmen kein zu unterschätzender Faktor. Ihre Auswirkungen sind sowohl auf betrieblicher als auch auf wirtschaftlicher Ebene messbar.
Die vier unsichtbaren Folgen von Hitze in Ihrem Lager
Folge Nr. 1: Sinkende Produktivität der Mitarbeitenden
Unter realen Arbeitsbedingungen macht sich der Einfluss von Hitze nicht erst bei 35 °C bemerkbar – sondern deutlich früher.
In Industrie- und Lagergebäuden, in denen die Innentemperatur dauerhaft über 30 °C liegt, beobachten wir regelmässig:
- geringere Arbeitsgeschwindigkeit
- mehr ungeplante Pausen
- nachlassende Konzentration bei wiederkehrenden oder präzisen Tätigkeiten
Dabei handelt es sich nicht um eine subjektive Wahrnehmung, sondern um eine bekannte physiologische Reaktion: Der Körper priorisiert die Regulierung seiner Temperatur vor der Leistungsfähigkeit. Organisationen wie die ILO und die OECD bestätigen diesen Zusammenhang auf makroökonomischer Ebene. In Industrie- und Lagergebäuden zeigt sich dies jedoch ganz konkret in einer geringeren Produktivität pro Schicht.
In Regionen, in denen Hitzewellen immer häufiger auftreten, verstärkt sich dieser Effekt über mehrere Monate im Jahr.
Folge Nr. 2: Höherer Energieverbrauch (ohne echten Mehrwert)
Wenn die Temperaturen steigen, reagieren viele Industriebetriebe zunächst intuitiv:
- mehr Ventilatoren
- zusätzliche Klimageräte
- geöffnete Türen, «damit frische Luft hereinkommt»
In der Praxis zeigt sich jedoch fast immer dasselbe Bild: Der Energieverbrauch steigt, ohne dass eine gleichmässige und dauerhaft angenehme Temperatur erreicht wird.
In grossen Industriegebäuden liegt das Problem meist nicht an der eingesetzten Technik, sondern daran, dass die gewählte Lösung nicht für das zu klimatisierende Luftvolumen ausgelegt ist. Herkömmliche Klimaanlagen, die für geschlossene und unterteilte Räume konzipiert wurden, verlieren in Industriehallen mit grossen Flächen und hohen Decken schnell an Effizienz. Dies wird auch durch zahlreiche Energiestudien belegt.
Folge Nr. 3: Beeinträchtigung von Produkten und Anlagen
Hitze wirkt sich nicht nur auf Menschen aus. In Bereichen wie Logistik, Verpackung, Leichtindustrie und Elektronik beobachten wir häufig:
- Qualitätsabweichungen
- häufigere Störungen elektronischer Systeme
- beschleunigte Alterung von Anlagen und Geräten
Europäische Arbeitsschutzorganisationen weisen darauf hin, dass hohe Temperaturen in Innenräumen sowohl Materialien als auch die technische Zuverlässigkeit von Anlagen und Geräten beeinträchtigen können.
Folge Nr. 4: Risiken für die Arbeitssicherheit und steigende regulatorische Anforderungen
Hitzebelastung gilt inzwischen in mehreren europäischen Ländern, auch in Innenräumen, als anerkanntes Risiko für die Arbeitssicherheit.
Immer mehr Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, möchten nicht nur den Komfort für ihre Mitarbeitenden verbessern, sondern auch aktive Massnahmen zur Temperaturregelung im Rahmen ihres Arbeits- und Gesundheitsschutzes nachweisen.
Daten des spanischen Nationalen Instituts für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (INSST) bestätigen, dass Millionen von Beschäftigten Hitze ausgesetzt sind und die Zahl der Arbeitsunfälle während extremer Hitzeperioden zunimmt.
«Im Sommer war es schon immer heiss» – mit Verdunstungskühlung kein Argument mehr
Lange Zeit galt die Aussage «Im Sommer war es schon immer heiss» als selbstverständlich. Doch dieses Denken kann Unternehmen heute teuer zu stehen kommen.
Die Unternehmen, die sich erfolgreich an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen, betrachten die Temperatur heute als einen ebenso wichtigen Betriebsfaktor wie Energieeffizienz oder Arbeitssicherheit.
Moderne Lösungen wie die industrielle Verdunstungskühlung ermöglichen eine energieeffiziente Kühlung grosser Luftvolumen bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. Dadurch eignen sie sich besonders für den Einsatz in grossen Industrie- und Lagergebäuden sowie in Regionen mit hohen Sommertemperaturen.
Der Schlüssel liegt nicht darin, mehr zu kühlen, sondern intelligenter.
Es geht nicht darum, «mehr zu kühlen», sondern so zu kühlen, dass die Lösung optimal auf die Gebäudestruktur und die tatsächliche Nutzung abgestimmt ist.
José María Marcos – Director of Evaporative Cooling Projects at Dantherm Group
Heute gibt es Technologien, die speziell für grosse Industriegebäude entwickelt wurden, wie die Verdunstungskühlung. Sie ermöglicht:
- Eine gleichmässige Temperaturverteilung
- Einen geringen Energieverbrauch
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen auch in grossen, offenen Industriehallen
Häufig gestellte Fragen zu Hitze in Industriegebäuden (FAQ)
Ab welcher Temperatur sinkt die Produktivität in Industriegebäuden?
Nach unserer Erfahrung zeigen sich die ersten Auswirkungen bereits ab 30 °C Raumtemperatur. Oberhalb von 35 °C verstärken sich die Auswirkungen deutlich. Dies wird auch durch Analysen internationaler Organisationen zum Zusammenhang zwischen Hitzebelastung und Arbeitsleistung bestätigt.
Gilt Hitze in Industriegebäuden als Risiko für die Arbeitssicherheit?
Ja. Hitzebelastung ist bereits heute ein ernstzunehmendes Risiko für Beschäftigte. Prognosen zufolge werden bis 2030 weltweit jedes Jahr mehr als 2 % der gesamten Arbeitszeit verloren gehen, entweder weil es zu heiss zum Arbeiten ist oder weil die Produktivität aufgrund der Hitze sinkt.
Warum sind Klimaanlagen in grossen Industriegebäuden häufig nicht effektiv?
Herkömmliche Klimaanlagen sind in der Regel nicht für grosse Luftvolumen oder einen kontinuierlichen Luftaustausch ausgelegt. In solchen Umgebungen steigt der Energieverbrauch häufig deutlich schneller als der tatsächlich erzielte Kühleffekt.
Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie Hitze in Industriegebäuden wirksam reduzieren und ein gesünderes Arbeitsumfeld schaffen können, Kontaktieren Sie uns über das untenstehende Formular.
Quellen und Referenzen
International Labour Organisation (ILO) – Working on a warmer planet (https://www.ilo.org/publications/major-publications/working-warmer-planet-effect-heat-stress-productivity-and-decent-work)
World Health Organisation (WHO) / WMO – Heat stress at work (https://www.who.int/publications/i/item/9789240099814)
EU-OSHA – Heat at work: guidance for workplaces (https://oshwiki.osha.europa.eu/en/themes/heat-work-guidance-workplaces)
INSST (Spain) – INSST and AEMET present a project to prevent the risks posed by high temperatures in outdoor work https://www.insst.es/el-insst-y-la-aemet- presentan-un-proyecto-para-prevenir-los-riesgos-por-altas-temperaturas-en-los-trabajos-al-aire-libre
OECD – Heat stress and productivity (https://www.oecd.org/en/publications/the-heat-is-on-heat-stress-productivity-and-adaptation-among-firms_19d94638-en.html)
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